FDP Solingen: CDU gibt Zukunftschancen im Buschfeld auf

Mit großer Enttäuschung reagiert die FDP im Rat der Stadt Solingen auf die Entscheidung des Planungsausschusses im Regionalrat Düsseldorf, die Fläche Buschfeld dauerhaft als Grün- und Landschaftsraum festzuschreiben. Damit verliert Solingen nach Auffassung der Freien Demokraten eine der letzten strategischen Entwicklungsflächen für die Zukunft der Stadt.

Mit großer Enttäuschung reagiert die FDP im Rat der Stadt Solingen auf die Entscheidung des Planungsausschusses im Regionalrat Düsseldorf, die Fläche Buschfeld dauerhaft als Grün- und Landschaftsraum festzuschreiben. Damit verliert Solingen nach Auffassung der Freien Demokraten eine der letzten strategischen Entwicklungsflächen für die Zukunft der Stadt.

Besonders kritisch bewertet die FDP das Abstimmungsverhalten der CDU. Über viele Jahre hatten sich CDU und FDP gemeinsam dafür eingesetzt, Buschfeld als potenzielle Entwicklungsfläche im Regionalplan zu erhalten.

„Die CDU hat ihren langjährigen Kurs aufgegeben und damit eine wichtige Zukunftsoption für Solingen preisgegeben“, erklärt FDP-Ratsfrau Nina Brattig. „Es ging nicht um eine konkrete Bebauung, sondern darum, künftigen Generationen Handlungsspielräume zu erhalten.“

Die FDP betont, dass die bisherige Ausweisung als Gewerbefläche im Regionalplan kein Bebauungsgebot darstellte. Ob und wann eine Entwicklung erfolgt wäre, hätte weiterhin allein der Rat der Stadt Solingen entschieden.

Mit der nun beschlossenen Umwandlung in eine dauerhafte Grünfläche werde diese Möglichkeit jedoch endgültig ausgeschlossen. „Wer heute sämtliche Entwicklungsperspektiven ausschließt, nimmt den Menschen von morgen wichtige Gestaltungsspielräume“, so Brattig.

Unterstützung sieht die FDP auch aus der Wirtschaft. Sowohl die Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein als auch die Handwerkskammer Nordrhein-Westfalen hatten die Herausnahme der Fläche aus den regionalen Entwicklungsoptionen kritisiert.
„Solingen verfügt schon heute über begrenzte Flächenreserven. Eine vorausschauende Stadtentwicklung muss Optionen sichern, statt sie dauerhaft zu vernichten“, erklärt Brattig.

Die FDP bedauert insbesondere, dass die CDU im Regionalrat ihre bisherige Haltung aufgegeben hat. 

„Wer Verantwortung für die Zukunft Solingens übernehmen will, muss in Jahrzehnten denken“, so Brattig abschließend. „Mit der jetzigen Entscheidung wird eine Tür zugeschlagen, die sich für Solingen nicht wieder öffnen wird.“