FDP Solingen wählt neuen Kreisvorstand – Neustart nach intensiver Debatte

Richarda Müller-Nimbach, Jens Kern, Raoul Brattig (Versammlungsleiter), Nina Brattig, Ingo Labonte, Tizian Althaus

Auf dem Kreisparteitag der FDP Solingen wurde ein neuer Kreisvorstand gewählt. Zum neuen Kreisvorsitzenden wurde Jens Kern gewählt. Er setzte sich nach drei Wahlgängen gegen den bisherigen Vorsitzenden Daniel Schirm durch.

Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden die Vorsitzende der Ratsgruppe, Nina Brattig, sowie Ingo Labonte gewählt. Ricarda Müller-Nimbach wurde erneut zur Schatzmeisterin gewählt, Tizian Althaus übernimmt das Amt des Schriftführers. Als Beisitzer wurden Cem Demir und Laura Wegner in den Vorstand gewählt.

Der Parteitag war von intensiven Diskussionen und einem offenen Austausch über die zukünftige Ausrichtung des Kreisverbandes geprägt. In der Berichterstattung des Solinger Tageblatt wurde der Parteitag als turbulent beschrieben und über Kritik sowie unterschiedliche Positionen innerhalb der Partei berichtet.

Der neue Kreisvorstand sieht darin jedoch nicht nur Konflikte, sondern vor allem ein Zeichen einer lebendigen Partei, die bereit ist, offen über Fehler, Strukturen und politische Ausrichtung zu diskutieren. Einigkeit bestand darin, dass das Ergebnis der vergangenen Kommunalwahl einen Einschnitt darstellt und organisatorische sowie inhaltliche Veränderungen notwendig sind.

Der neue Kreisvorsitzende kündigte daher eine klare organisatorische und strategische Neuausrichtung des Kreisverbandes an. Dazu gehören unter anderem regelmäßige Vorstandssitzungen, eine langfristige politische Jahresplanung, thematische Arbeitsgruppen, ein gemeinsamer Newsletter von Vorstand und Ratsgruppe sowie neue Veranstaltungsformate zur Stärkung des innerparteilichen Austauschs. Zudem soll die Zusammenarbeit zwischen Partei, Ratsgruppe und den Jungen Liberalen enger organisiert werden.

Ziel ist es, den Kreisverband wieder stärker sichtbar zu machen, neue Mitglieder zu gewinnen und liberale Themen in Solingen wieder deutlicher zu platzieren.

Abschließend machte der neue Vorsitzende deutlich, dass die FDP gerade in schwierigen Zeiten gebraucht werde – als Stimme für wirtschaftliche Vernunft, individuelle Freiheit, Leistungsbereitschaft und einen schlanken Staat. Die FDP wolle insbesondere die Selbstständigen, Unternehmer, Fachkräfte und engagierten Bürgerinnen und Bürger der Stadt wieder stärker ansprechen und für liberale Politik gewinnen.