Sicherheitsgefühl in der Innenstadt stärken – Zeitverlust durch zurückgehaltenes Gutachten ist inakzeptabel

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Das Sicherheitsgefühl in der Solinger Innenstadt muss dringend verbessert werden. Vor diesem Hintergrund kritisiert die FDP-Ratsgruppe Solingen deutlich, dass ein Gutachten zur Sicherheitslage in der Innenstadt offenbar bereits seit 2024 in der Verwaltung vorlag, der Politik jedoch erst jetzt durch den neuen Oberbürgermeister zur Verfügung gestellt wurde.

„Dass ein solches Fachgutachten über Monate in der Schublade gelegen hat, ist ein schweres Versäumnis. Wertvolle Zeit ist verloren gegangen, in der auf Grundlage fundierter Empfehlungen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit hätten eingeleitet werden können“, erklärt Nina Brattig, Vorsitzende der FDP im Rat der Stadt Solingen. „Offenbar sei das Gutachten vom Vorgänger des jetzigen Oberbürgermeisters bewusst zurückgehalten worden – zum Schaden der Stadt und der Menschen, die sich in der Innenstadt aufhalten.“

Für die FDP steht fest: Entscheidend ist nicht allein die objektive Sicherheitslage, sondern vor allem das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger. Dieses ist für die Attraktivität der Innenstadt von zentraler Bedeutung. Aus Sicht der FDP gehören dazu mehrere konkrete Handlungsfelder:

  • Verstärkte Kontrollen durch den städtischen Ordnungsdienst, insbesondere an bekannten Problempunkten wie dem Graf-Wilhelm-Platz.
  • Eine ergebnisoffene Prüfung des Einsatzes von Videoüberwachung an ausgewählten Stellen, um präventiv zu wirken und das Sicherheitsgefühl zu erhöhen.
  • Eine deutlich verbesserte Beleuchtung in der Innenstadt. Dunkle Ecken, Straßen und Plätze tragen maßgeblich zu Unsicherheit und Unwohlsein bei und müssen konsequent beseitigt werden.

 

Darüber hinaus betont die FDP die Bedeutung der sogenannten sozialen Kontrolle: „Je mehr Menschen sich auch in den Abendstunden in der Innenstadt aufhalten, desto sicherer fühlen sich die Menschen insgesamt.“ Dies könne nur gelingen, wenn die Innenstadt gezielt belebt werde – durch mehr Gastronomie, neue Angebote und zusätzlichen Wohnraum in der Innenstadt.

Auch die Stadt selbst müsse hier eine aktivere Rolle übernehmen. Die FDP schlägt vor, städtische Dienstleistungen und Angebote bewusst in der Innenstadt anzusiedeln.

„Die Stadt kann und sollte Vorbild sein. Mehr Publikumsverkehr durch städtische Einrichtungen trägt zur Belebung der Innenstadt und damit unmittelbar zu mehr Sicherheit bei“, so die FDP-Ratsgruppe abschließend.